Der kleine Drache
Lins bester Freund ist ein kleiner Drache. Als sie unglücklicherweise beim Fußballspielen eine Vase zerschlagen, sperrt Lins verärgerter Vater den Drachen in einen Käfig. Am folgenden Tag ist der kleine Freund spurlos verschwunden. Verzweifelt
sucht Lin den Drachen überall in der Stadt, traut sich sogar weit weg von zu Hause, wandert über Berge und an der Großen Mauer vorbei, ohne jedoch den kleine Freund zu finden. Erst eine gute Hexe bringt sie mit Hilfe einer Zauberbohne in das Land hinter den Wolken, wo die Drachen wohnen. - Der Autor und Illustrator integriert geschickt in die abgebildeten Gegenstände und Figuren die entsprechenden chinesischen Schriftzeichen. Er veranschaulicht damit den Bildcharakter der Schriftzeichen und liefert quasi zeichnerische Eselsbrücken, um sich die Zeichen leicht einprägen zu können und erklärt die Bedeutung der Schriftzeichen jeweils am unteren Bildrand. Die Bildhintergründe gestaltet er in dezenten Farben, was die schwarzen Schriftzeichen umso deutlicher aus dem Bildkomplex abhebt. Es macht Kindern und vorlesenden Erwachsenen sicher Spaß, sich die Schriftzeichen zu merken, vielleicht sogar sie selbst nachzumalen und tiefer in die Geheimnisse der chinesischen Kultur einzudringen.
Margit Pongratz-Luttner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der kleine Drache
Christoph Niemann
Jacoby & Stuart (2008)
[18] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5