Sherlock Holmes - 1. Eine Studie in Scharlachrot
Verwundet zurückgekehrt aus dem zweiten Afghanistankrieg, lernt Militärarzt Dr. John Watson 1878 den Sonderling Sherlock Holmes kennen, mit dem er sich künftig eine Wohnung teilt. Der Exzentriker stellt sich als kenntnisreicher Kriminalist und Privatermittler
heraus. Im Fall eines rätselhaften Mordfalls in einem leeren Haus mit blutiger Schrift an der Wand, dem eine weitere Leiche folgt, kann Holmes schließlich die entscheidenden Hinweise finden, während die Polizei lange im Dunkeln tappt. Arthur Conan Doyle erwies sich auch in seinen Kriminalromanen mehr als Spezialist für die kurze Form, denn Holmes erster Auftritt besteht, gleichsam wie der spätere Roman "Das Tal der Furcht", aus dem Fall selbst und der ausführlich ausgebreiteten Vorgeschichte. In einzelne Kapitel unterteilt, orientieren sich Edginton und Culbard in ihrer ansprechenden Graphic Novel-Adaption eng an der Vorlage. Dabei fällt auf, dass Doyle bei Holmes Spurensuche noch häufig den Zufall ins Spiel brachte. Mit Anklängen an die "Ligne Claire" fügt Culbard den Charakteren eine komödiantische Note bei und baut mitunter auf eine monochrome Kolorierung.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Sherlock Holmes - 1. Eine Studie in Scharlachrot
eine Adaption des Originalromans von Arthur Conan Doyle. Zeichn. von I.N.J. Culbard
Piredda (2016)
Eine Sherlock Holmes Graphic Novel ; 1
143 S. : überw. Ill. (farb.)
kt.