In den Tiefen von Melele Pamu
In einer Flasche finden die Piratenkinder ein Bilderrätsel, das von einem versunkenen Schiff in der Bucht ihrer Insel berichtet. Da die Erwachsenen zu tun haben, macht sich die neunköpfige Kinderschar auf, nach dem Wrack zu suchen. Die Tauchgänge
zum Wrack werden von sanften Teufelsrochen und einem nagenden Garnelenschwarm begleitet. Tiny lässt sich von einem magischen Sog und einem funkelnden Leuchten noch tiefer hinabziehen. So entdeckt er die Grotte, in der die räuberischen Garnelen alle Schätze aus dem Wrack zusammengetragen haben. Die Kinder sind überwältigt von dem Ausmaß des Schatzes. Das magische Leuchten kommt jedoch aus einer riesigen, atmenden Muschel. In ihr liegt eine glühende Perle unvorstellbarer Größe. Während sich die Piratenkinder ihre Münder mit Edelsteinen vollstopfen, denn nichts anderes haben sie für den Transport an die Wasseroberfläche, nimmt Tiny die Perle an sich. Vollmundig kommen alle Kinder wieder an Bord ihres Ruderbootes und niemand bemerkt den großen Schatten, der kurz die Sonne verdunkelt. – Hier endet die kurze Geschichte mit einem verlockenden Cliffhanger. Dix-LitLe ist Literatur für fortgeschrittene Erstleser:innen mit einem hohen Anspruch an Lesefreude und Qualität. Auch der vierte Band von Simak Büchel erfüllt diese Vorgaben prächtig. Insbesondere die belebenden Illustrationen verstärken das Lesevergnügen. Die Kenntnis der anderen Bände ist von Vorteil. Ein Blick auf die Vorsatz- und Nachsatzblätter stellt mit den Steckbriefen die Figuren vor. Ein kurzweiliger und spannender Lesespaß.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
In den Tiefen von Melele Pamu
Simak Büchel ; mit Illustrationen von Heidi Stulle-Gold
DIX LitLe (2024)
Melele Pamu-Piratengeschichten ; Band 4
37 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8