Wo ist das Ende der Welt?
Auf der großen Landkarte stehend, kommt Max die Frage in den Sinn, was sich wohl außerhalb dieser Karte befindet - womöglich das Ende der Welt? Da er und sein Kater allein nicht weiterkommen, befragen sie den Postboten, einen Wandergesellen, die
Tiere im Zoo, den Bibliothekar und den Astronomen. Von allen erhalten sie unterschiedliche Antworten, befriedigend ist keine. Womöglich hat jeder seine eigene Vorstellung? Dass Weltbilder je nach Charakter und Lebensstil variieren, können schon Grundschulkinder verstehen - gerade sie sind ja in einem Alter, in dem wesentliche Fragen zum Leben gestellt und eigene Ansichten entwickelt werden. Die Auseinandersetzung mit fremden Ideen wird von diesem schmalen Kinderbuch angeregt und zwar nicht nur im Text, sondern vor allem auch in den munteren Illustrationen, die sich deutlich an Kinderzeichnungen orientieren. Gerade sie verleihen den Meinungen der Befragten genau die Perspektive, aus der sich deren Weltbild erschließt. Diese Bilder, das handliche Buchformat und die lesefreundliche Typografie sind gut durchdacht und bestens geeignet, über die eigenen und die Grenzen der Welt zu reflektieren.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Wo ist das Ende der Welt?
Tobias Aufmkolk ; Nicole Aufmolk
Dix-Verl. (2011)
DIX LitLe
35 S. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7