Vier Stückchen Brot

1944 ist Magda Hollander-Lafon eine der 437.403 ungarischen Juden, die nach Auschwitz deportiert werden. Die 16-Jährige überlebt als eine von nur 90.000, weil sie sich als 18-jährige und damit "Arbeitsfähige" ausgibt. Sie verliert ihre ganze Familie; Vier Stückchen Brot ihre traumatischen Erlebnisse kann sie jahrelang nicht verarbeiten. Allein ihr Glaube an Gott und die kleinen Gesten von Menschen wie ein freundliches Lächeln stacheln ihren Lebensmut an. Allen voran erinnert sie sich an die alte Frau im KZ, die ihr ihre letzten verschimmelten Brotstücke reicht mit der Bitte, sie zu essen und als Überlebende dafür zu sorgen, dass die Menschen, die im KZ starben, nicht vergessen werden. Erst im Alter gelingt es der Erzieherin und Psychologin, als Zeitzeugin vor jungen Menschen aufzutreten. Die Autorin versteht ihre z. T. in poetischer Sprache formulierten kurzen Fokussierungen auf ihre Erlebnisse und Gedanken nicht nur als Zeitzeugenbericht, sondern auch als Meditation. Beide Lektürevarianten sind möglich. - Dieses Buch bietet auch Menschen von heute Anlass genug, den eigenen Lebensweg und ihren Umgang mit anderen zu hinterfragen.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Vier Stückchen Brot

Vier Stückchen Brot

Magda Hollander-Lafon
adeo (2013)

142 S.
fest geb.

MedienNr.: 387852
ISBN 978-3-942208-08-6
9783942208086
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Ge
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