Um das Böse zu besiegen, muss man es begreifen
Der Fernsehjournalist Markus Spieker beschreibt im ersten Teil seines faktenreichen Buches mit vielen Beispielen aus seinem Privatleben, seinem journalistischen Alltag und aus der schöngeistigen und wissenschaftlichen Literatur (und der Bibel) die
tägliche Aktivität des Bösen in der Welt, von den Quälereien in Kinderzimmern und Schulen über die sehr "bösen Buben" in Politik und Gesellschaft bis zur Wirksamkeit des Teufels in unserer Welt. Er meint: "Das Böse schafft zwar nichts, aber das Nichts verkauft es genial." Im zweiten Teil versucht er Hilfen zu geben, das Böse zu begreifen, es bekämpfen und besiegen zu können und es abschaffen zu wollen. Aber angesichts des unbesiegbaren Bösen auf dieser Welt bleibt auch Spieker keine andere Aussicht als die auf eine transzendente Erlösung bei Gott und seiner Liebe. "Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe; die Liebe aber ist das Größte." ( 1 Kor 13,13) Wer dieses Buch liest, wird vielleicht keine neuen Wege finden, aus den Fesseln der menschlichen Bosheit herauszukommen, aber er wird wohl die Zusammenhänge des Bösen in unserer Welt klarer sehen lernen. - Interessant für manche Bücherei.
Georg Bergmeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Um das Böse zu besiegen, muss man es begreifen
Markus Spieker
Adeo (2013)
238 S.
fest geb.