Holmes - Dritter Band. Die Dame von Scutari
Auf der Suche nach Erklärungen für Sherlock Holmes' mysteriösen Tod an den Reichenbachfällen 1891 (Selbstmord oder Tod im Kampf mit seinem ärgsten Widersacher) gehen Dr. Watson und Wiggins zwei Spuren nach. Während Dr. Watson die von Kugeln getroffene,
ehemalige Amme Holmes in Südfrankreich befragt, wird Wiggins von Dr. Parks, der gerade in einem spektakulären Prozess um die Freilassung einer vermeintlichen Kindsmörderin kämpft, an die berühmte Florence Nightingale verwiesen. In der Rückschau erfahren beide Facetten eines Familiengeheimnisses: Sherlocks Mutter Violet verließ einst direkt nach der Geburt ihres Sohnes die Familie, um an der Seite von Nightingale britische Opfer im Krimkrieg 1854 zu pflegen. Geschickt führt die fiktive, mehrere Erzählstränge auf verschiedenen Zeitebenen verknüpfende Story den Leser so tief in die politischen und sozialen Verhältnisse des britischen Empire während der 2. Hälfte des 19. Jh. Zeichnerisch dicht umgesetzt, kann diese noch längst nicht abgeschlossene Bilderzählung (zuletzt: BP/mp 14/825) überall angeboten werden.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Holmes - Dritter Band. Die Dame von Scutari
erzählt von Luc Brunschwig. Gezeichnet von Cécil
Jacoby & Stuart (2015)
Holmes ; 3
47 S. : überw. Ill. (z.T. farb.)
fest geb.