Die Märchenkatze Licht
Die Katze Licht mag niemanden leiden und ist meistens schlecht gelaunt. Da trifft es sich gut, dass sie Murmel kennenlernt, einen dicklichen Jungen, der so einsam ist wie sie. Murmel zwingt Licht, ihm Geschichten zu erzählen und die beiden freunden
sich an. Vieles ist gut gemeint an diesem Bilderbuch: die klare, etwas plakative Illustrierung, die Freundschaft der beiden Außenseiter, die Moral der Geschichte. Doch so ganz stimmig wird dies den aufmerksamen Zuhörern nicht vorkommen - denn welcher Art sind diese Katzengeschichten? Und wie kommt es, dass aus einem langweiligen Katzenleben so viel Phantasie entspringt? Wieso wünscht sich Murmel Geschichten und keine Spielkameraden? Ohne Frage: die formale Gestaltung, detailverliebt bis in die Wahl der Typografie, ist schön durchdacht. Aber doch wiederum nicht ganz im Hinblick auf das Alter der Adressaten, die Fragen stellen werden, die weder im Text noch im Bild beantwortet werden. Fazit: eine etwas schräge Katzengeschichte, die doch nur eingeschränkt zu empfehlen ist.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Märchenkatze Licht
Verena Stegemann ; Orlando Hoetzel
Kunstanstifter-Verl. (2014)
[28] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6