Pablo - 1. Max Jacob
1900, im Jahr der Pariser Weltausstellung, reist der 19-jährige Spanier Picasso zusammen mit seinem Freund Casagemas in die Weltstadt an der Seine. In der von Freizügigkeit und frivolen Ausschweifungen geprägten Künstlerkolonie am Montmatre gelingen
ihm, gefördert durch Makler und später seinen heimlichen Verehrer Max Jacob, erste Erfolge in der Pariser Kunstszene. Zugleich ereilen den sensiblen Künstler Selbstzweifel und Lebenskrisen. Schließlich begegnet und begehrt er Fernande Olivier (die die Geschichte aus der Rückschau erzählt). Sie ist aus der Enge ihrer kleinbürgerlichen Zwangsheirat in die Großstadt geflohen und verdient ihren Unterhalt als Aktmodell. - Oubreriers eigenwilliger, lakonischer Zeichenstil konzentriert sich oft auf die in den Gesichtszügen der Akteure eingefangenen Stimmungen und Gefühle, spiegelt aber zugleich den Zeithintergrund des Geschehens dieser krisenhaften und künstlerisch ertragreichen Epoche wider. Als Auftakt einer vierbändigen Erzählung zu den Anfängen des Ausnahmekünstlers eine wichtige Ergänzung für gut ausgebaute Graphic Novel-Bestände.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Pablo - 1. Max Jacob
Julie Birmant & Clément Oubrerie
Reprodukt (2013)
Pablo ; 1
87 S. : überw. Ill. (farb.)
kt.