Die Vergangenheit kennt kein Ende
Im Mai 1956 siedelt der Autor die Geschichte eines ehemaligen Naziverbrechers an, der in der Nähe vom Chiemsee untergetaucht ist und ein luxuriöses Leben als reicher Viehhändler führt. Auf dessen Spur führen mehrere Morde, die sich fast zeitgleich
in Frankfurt und bei Traunstein ereignen. Der Journalist Holger Seiffert aus Frankfurt trifft dort auf die Geschichte des SS-Manns und dessen Verbrechen. Er reist in den Chiemgau, um dem nachzugehen, und erwartet für sich einen großen journalistischen Erfolg. Kommissar Mehringer untersucht derweil die bayerischen Morde. Ein Verdächtiger erschießt sich und für die Polizei ist der Fall erledigt. Nicht jedoch für Mehringer, der nun zusammen mit Seiffert privat weiterermittelt. Wie nicht anders zu erwarten, tauchen die ersten Schwierigkeiten bei der Konfrontation mit dem NS-Mörder auf. Seiffert verschwindet; das Morden geht weiter. Fortgang und Ausgang der Geschichte überraschen, haben mit dem üblichen, erwartbaren Krimigeschehen (der Täter wird überführt, verhaftet, verurteilt) so gar nichts zu tun. Der Leser möge sich überraschen lassen. Allen Büchereien sehr empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Vergangenheit kennt kein Ende
Wolfgang Schweiger
edition tingeltangel (2025)
219 Seiten : Illustrationen (farbig)
kt.