Die geheimnisvollen Städte - Erinnerungen an die ewige Gegenwart
In Taxandria, einer postapokalyptischen Männerwelt voller Zerstörungen, in der nur die Gegenwart zählt, ist der zehnjährige Aimé das einzige Kind. Eines Tages findet er per Zufall ein Buch, das die Geschichte der großen Katastrophe von Taxandria
erzählt. Dadurch entstehen viele neue Fragen, denen der Junge verbotenerweise auf den Grund zu gehen sucht und die ihn schließlich bis an die Grenzen seiner Welt und darüber hinaus führen. - Das von der Geschichte her eher simple Weltuntergangsszenario lebt ganz eindeutig von den großformatigen, oft halbseitigen detailverliebten Zeichnungen, die der Belgier Francois Schuiten mit Buntstiften in Pastellfarben angefertigt hat und die oftmals die Wirkung kleiner, ins Surreale tendierender Kunstwerke entfalten. Am Ende des Buches erfahren die Leserinnen und Leser, dass der Erzählung ein Filmprojekt zugrunde liegt, das aber seinerzeit vor allem an den hohen technischen Ansprüchen gescheitert ist. Die Bilderzählung kann in großen Sammlungen finanzstarker Büchereien ihren Platz finden.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die geheimnisvollen Städte - Erinnerungen an die ewige Gegenwart
Schuiten & Peeters. Variation über Taxandria von Raoul Servais
Schreiber & Leser (2018)
Die geheimnisvollen Städte
65 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.