Es sind Kinder
Der Urlaub auf einer entlegenen Insel in der Baltischen See läuft für die jungen Eltern und ihren kleinen Sohn alles andere als geplant: Die Anreise ist beschwerlich, das gebuchte Ferienhaus sanierungsbedürftig, die Insel alles andere als idyllisch.
Die zerrüttete Beziehung des Paares steht vor dem endgültigen Aus, als der zweijährige Leon spurlos verschwindet. Die Eltern vermuten eine Entführung und verdächtigen zwei Inselbewohner, deren seltsames Verhalten ihnen schon gleich nach der Ankunft aufgefallen ist. Mit psychologischem Tiefgang, wachsender Spannung und sprachlicher Akkuratesse erzählt Beckmann die Geschichte seiner Protagonisten und zieht die Leser/-innen in den Bann der atmosphärisch verdichteten Handlung. Ein bemerkenswerter Roman - sehr zu empfehlen.
Gertrud Plennert
rezensiert für den Borromäusverein.
Es sind Kinder
Herbert Heinrich Beckmann
Mirabilis Verlag (2021)
245 Seiten
fest geb.