Leben aus dem sterbenden Weizenkorn
Mit „Leben aus dem sterbenden Weizenkorn“ hat der Priester Michael Theuerl ein eindrucksvolles Zeugnis gelebten Glaubens verfasst. Er wuchs in der ehemaligen DDR auf und musste wegen seines Eintretens für den Glauben viele Repressalien über sich
ergehen lassen, von denen er in diesem Buch erzählt. Nach seiner Priesterweihe gewann er als Sekretär der Berliner Bischöfe Joachim Kardinal Meisner und Georg Maximilian Kardinal Sterzinsky Einblicke in die weltkirchliche und politische Lage der Länder hinter dem "Eisernen Vorhang". Auf seinen Reisen in den Osten traf er viele Glaubenszeugen und Vorbilder, von denen er hier berichtet. Sie haben ihn auf seinem priesterlichen Weg der Nachfolge ermutigt und gestärkt. Das Buch verbindet autobiografische Erinnerungen mit bewegenden Berichten über Christen, die unter den Bedingungen kommunistischer Regime ihren Glauben bewahrt und verteidigt haben. Besonders berührend sind die Schilderungen aus Theuerls Jugend in der ehemaligen DDR. Seine Erfahrungen verleihen dem Buch eine hohe Authentizität und Glaubwürdigkeit. Der Leser erhält einen seltenen Einblick in das religiöse Leben hinter dem „Eisernen Vorhang“ und in die Herausforderungen, denen gläubige Menschen dort begegneten. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Begegnungen des Autors mit Glaubenszeugen aus Osteuropa, deren Lebensgeschichten von Mut, Opferbereitschaft und tiefer Spiritualität geprägt waren. – Wer sich für lebendige Kirchengeschichte, die Situation der Christen im Ostblock, spirituelle Lebenszeugnisse und Lebensgeschichten außergewöhnlicher Menschen interessiert, wird in diesem Buch wertvolle Anregungen finden.
Siegfried Heinemann
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Leben aus dem sterbenden Weizenkorn
Michael Theuerl
Media Maria Verlag (2026)
143 Seiten : Illustrationen
fest geb.