Der schmale Grat der Vernunft

Der norwegische Schriftsteller Per Torhaug wächst in den 20er- und 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts auf einem Küsterhof in Norwegen auf. Als Norwegen 1940 von den Deutschen besetzt wird, schließt er sich zusammen mit seinem Bruder Mattias dem Der schmale Grat der Vernunft Widerstand an. Die beiden wollen vom schwedischen Göteborg aus nach England übersetzen, um sich dort einer militärischen Einheit der Exilregierung anzuschließen. Doch das Schiff, auf dem sich Per und sein Freund Helmer befinden, wird versenkt und die beiden werden in Sachsenhausen interniert. Hier, in einer Hölle aus Hunger, Gewalt und Willkür geraten grundlegende Vorstellungen von Humanismus und menschlicher Kultur in einen grotesken Zerrspiegel. Kirsti Torhaug hat in diesem Buch das Schicksal ihres Onkels zum Anlass genommen, um einen mit fiktiven Elementen durchsetzten Roman über die Besetzung Norwegens durch die Nationalsozialisten zu schreiben. Die Figuren sind sensibel geschildert, mit ihren Sehnsüchten, Ängsten und Zweifeln. Torhaug wechselt immer wieder die Zeitebene, sodass die Kindheit und Jugend der Hauptfigur von der Brutalität und der Grausamkeit im KZ durchsetzt ist und sich der Weg Pers vom Küsterhof ins KZ Sachsenhausen nur nach und nach erschließt.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Der schmale Grat der Vernunft

Der schmale Grat der Vernunft

Kirsti Eline Torhaug ; aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger
STROUX edition (2026)

Amazonas-Trilogie ; 1
303 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625276
ISBN 978-3-948065-42-3
9783948065423
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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