Plink! Plonk! Sproing!
Im Gegensatz zu den absurden Büromissgeschicken von „Sondermann“ aus dem Satiremagazin „Titanic“ und der Schrottplatzserie „Dulle“ aus dem „Kowalski“-Magazin wurden die Abenteuer von Rabe Alex bislang noch nicht vollständig in Buchform
veröffentlicht. Der auf ein junges Publikum setzende Kibitz-Verlag versammelt in der Neuauflage alle Alex-Seiten des 2004 früh verstorbenen Comic- und Cartoonzeichners Bernd Pfarr in drei Bänden. Die Serie erschien zwischen 1988 und 2004 im „ReformhausKurier“. Die Gags um Missverständnisse, nicht funktionierende Erfindungen, geschickte Arbeitsverweigerung, Launen der Freundin und einfallsreiche Lebensbewältigung lassen Pfarrs Vorliebe für den genialen Zeichner Carl Barks erkennen. Die Konstellation aus glücklosem Held Alex, begriffsstutzigem Freund Thadäus, launischer Freundin Nicki, Nebenbuhler Dietrich und zerstreutem Erfinder Professor Alfonso erinnert nicht zufällig an die Charaktere aus dem Donald Duck-Universum. Wie bei „Sondermann“ entwickelt sich die Grafik zunehmend schräger. Die meist absurden Gags erweisen sich als durchaus pointiert. Der erste Band mit den ersten sechs Jahrgängen zeigt sich als lesenswerte Entdeckung für Funny-Fans jedweden Alters.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Plink! Plonk! Sproing!
Bernd Pfarr
Kibitz (2024)
Alex, der Rabe
141 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8