Holzinsel
Von der Aussicht, zwei Wochen lang mit seinen Eltern auf der unbewohnten Holzinsel zu verbringen, ist Aki zunächst wenig begeistert. Aber bald stößt der Junge auf einen Wildesel, mit dem er die Insel erkundet. Sie treffen eine alte Frau, die hier
ein Labor betreibt. Die Botanikerin züchtet dort einen gefährlichen Pilz, der den früheren Feriengästen schon zum Verhängnis wurde. Aki will mit allen Mitteln verhindern, dass die Menschheit in Gefahr gerät. – Es lässt sich nicht leugnen: die Menschen sind verantwortlich für Kriege, Umweltschäden und das Artensterben. Doch der Plan der Botanikerin, die Welt von den Menschen zu "befreien", ist ebenso teuflisch wie wahnsinnig. In diesem Kindercomic entspinnt sich um das Thema der globalen Katastrophen ein spannender und sogar lustiger Krimi, den der junge Held mit dem Esel auflöst und zu einem guten Ende bringt. In flott erzähltem Tempo, mit unerwarteten Wendungen und gruseligen Einlagen wird von einem ungewöhnlichen Abenteuer erzählt. In dieser ansprechenden Form wird die hintersinnige Botschaft – der Appell zur Bewahrung der Natur ohne menschliche Verluste – greifen und bestenfalls die jungen Leser:innen zu eigenen Initiativen ermuntern. Gute Unterhaltung, gerne empfohlen!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Holzinsel
Zuni und Christopher Fellehner
Kibitz (2026)
82 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8