Rosie auf der Insel

Rosies großer Wunsch ist es, einmal Schriftstellerin zu werden. Mit ihren Freunden Ruta und Loisl träumt sie sich auf eine Insel mit seltsamen Bewohnern. Bei einem Ausflug wird Ruta in einen Hund verwandelt. Mit Hilfe mehrerer Heiliger gelingt schließlich Rosie auf der Insel ihre erneute Menschwerdung. Was uns Rosie erzählt, bewegt sich zwischen Traum, unheilvoller Fantastik und Abenteuergeschichte und oft ist unklar, wo die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verlaufen. Rosie selbst zweifelt an ihrer Geschichte; ist alles nur ein böser Traum, entspringt das Verschwinden ihrer Freundin wirklich ihrer Fantasie? Unter diesen Uneindeutigkeiten leidet die Geschichte, denn für Kinder hat sie etwas Beunruhigendes, ja Bedrohliches, das sich nicht im Märchenhaften aufzulösen vermag. Der Wunsch, als Autorin alles Erlebte aufzuschreiben, wird für die jungen Zuhörer:innen kaum als Motiv für diesen Text ausreichen. Diese Unentschiedenheit wird durch die skizzenhafte Illustrierung etwas aufgefangen. Hier wird das Fremdländische in fröhliche Farben getaucht. Gerade in den breiten Straßenszenen der fremden Stadt werden unbeschwerte und witzige Akzente gesetzt. Die schöne Ausstattung des Buches in dem so ungewöhnlichen Format erfreut natürlich das Auge. So sorgt die Illustrierung für einen vergnüglichen Klang, der aber im Text mit all seinen Indifferenzen in den Hintergrund tritt.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Rosie auf der Insel

Rosie auf der Insel

Illustration: Karen Runge ; Text: Monika Helfer
KUNSTANST!FTER (2025)

[52] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 622904
ISBN 978-3-948743-48-2
9783948743482
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 6
Systematik: KK
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