Egal, sagt Aal
Ein lesens- und betrachtenswertes Bilderbuch, denn es bietet vieles: „Wimmelbilder“, in denen zu suchen sich lohnt, Wiederholung der Reimwörter „Aal“ und „egal“ zum Mitsprechen, sehr schön eingebettete Informationen zum Leben von Aalen,
Informationen zu Lebewesen in einem Teich. Und die Erklärung der unterschiedlichen Wirkung von Gleichgültigkeit. – Aal, der Aal, hat es durch seine „Egal-Haltung“ geschafft, alle Hindernisse auf dem weiten Weg aus der Sargassosee, seinem Geburtsort, in den beschriebenen kleinen Teich zu überwinden, seine Haltung ließ ihn durchhalten, gab ihm Mut, verscheuchte Ängste und überflüssige Gedanken. Doch das Zusammenleben kann durch Gleichgültigkeit, die sich als Rücksichtslosigkeit zeigt, für die anderen sehr beschwerlich werden, wenn ihre Gefühle nicht beachtet oder gar verletzt werden. „Egal“ ist eben nicht gleich „egal“. Das muss auch Aal lernen. Die Bilder sind dynamisch, die Farben im Buch kräftig. Der Vorsatz zeigt sich wie ein Sachbuchausschnitt, Aals Weg und seine Veränderungen vom Geburtsort zum Teich. Die Beschreibung der Tiere erfolgt mit zahlreichen Attributen sehr genau. Das Wort „egal“ taucht immer wieder in Großbuchstaben auf, sodass Kinder auch ohne Lesefähigkeit daran Spaß haben können, es zu finden und zu „lesen“. – Sehr gerne empfohlen!
Barbara Schürmann-Preußler
rezensiert für den Borromäusverein.
Egal, sagt Aal
Julia Regett
CalmeMara Verlag GmbH (2025)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4