Die Stadt der Bienen
Die junge Journalistin Ladybug bekommt den Auftrag, über die Wahl der Bienenkönigin zu berichten. Sie hofft, dass dies ihrer Karriere Anschub gibt. Doch an der Grenze irritiert sie das herrische Auftreten der Zöllner, die ihren Begleiter sogleich
wegführen. In der Stadt selbst versucht sie, Kontakt zu Bienen aufzunehmen, die sie aber wegen ihres Fremdseins ignorieren. Befremdlich ist auch, dass es nur eine Kandidatin gibt, die von ihren Anhängern euphorisch gefeiert wird, während Gegendemonstranten niedergeknüppelt und verhaftet werden. Es gelingt Ladybug, ihren Begleiter zu befreien und zurückzukehren. Ihren Artikel kann sie jedoch nur in einem Kleinstverlag veröffentlichen. Aber sie will unbeirrt Untergrundrecherchen betreiben. Die bunten, fröhlichen Illustrationen stehen im Widerspruch zu dieser düsteren „antifaschistischen Fabel“. Die zehn doppelseitigen textfreien Wimmelbilder laden zum Betrachten ein. Ein schwieriges Thema für informierte Leser:innen.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Stadt der Bienen
Federico Cacciapaglia
Jaja Verlag (2025)
Ladybug
[unpaginiert] : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10