Seltsam
Clemens verbirgt sein buntes Horn unter einem Hut, denn er will der normalste Kerl sein. Alles was er tut ist normal, er liebt es, wenn alles ganz normal ist. Herr Bruno sucht für seine Villa Personal und Clemens ist sicher, nur Normale würde Herr
Bruno einstellen. Auf keinen Fall Gustav mit seinem langen Hals, oder Ella mit ihrem langen Rüssel. Auch Klara mit ihrem großen Gebiss und Enno mit den seltsamen großen Augen sind nicht normal. Doch Herr Bruno stellt alle ein, denn jede Besonderheit bringt entscheidende Vorteile für die Arbeit im Haus. Als Clemens auf die Frage, was ihn einzigartig mache, keine Antwort weiß, muss er ohne Einstellung wieder gehen. Das bringt ihn zum Nachdenken darüber, dass Einzigartigkeit ein Vorteil ist. Schließlich lüftet er seinen Hut und steht zu seinem Horn, das ihm dann die Einstellung als Party-Konfetti-Ausstanzer einbringt. - Der erfolgreiche spanische Künstler Canizales hat in für ihn typischer Bildsprache zum Ausdruck gebracht, dass Besonderheiten einzigartig sind. Auf jeder rahmenlosen Doppelseite spielt sich das markante Szenario überwiegend in Bildsprache ab. In den Sprechblasen werden die Ängste und Freuden der Figuren deutlich. Eine Bilderbuchgeschichte, die das Besondere feiert und das Seltsame krönt. Für Kinder ab 4 Jahren ein erster Einstieg ins Thema Vielfalt.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Seltsam
Canizales
Kindermann Verlag (2023)
[36] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4