Kopflos im Kofferraum
Borg, der nach seinem Rauswurf bei der Polizei in der Psychiatrie landete, leitet nun die Detektei Mystica, unterstützt wird er bei seinem neuen Fall von Romanov. Sie sollen einen Kryptiden ausfindig machen, eine unbekannte Tierart, von der es bisher
nur ein Foto gibt. Sie geraten dabei in einen Kriminalfall, der keine Wünsche offenlässt: eigensinniger Polizist mit etwas dümmlichem Assistenten, Verfolgungsjagden, Gewaltverbrechen und viel Vertuschung. Jeder einzelne Charakter hat sein Päckchen zu tragen und könnte alleiniger Darsteller einer neuen Geschichte sein. Ein Buch bei dem es sich lohnt manche Sätze zweimal zu lesen, denn hier gibt es keinen überflüssigen Satz und manches Bild wirkt noch lange nach. Die sehr skurrile Geschichte wird stimmig zum Ende geführt, ohne dass die Charaktere an Schwung verlieren. Die ganze Geschichte ist gewürzt mit Andeutungen zum Zeitgeschehen der letzten Jahre und lässt Raum für manche Grundsatzdiskussion. Alles in allem ein skurriler, aber gelungener Krimi, der jedoch längst nicht jeden Geschmack treffen wird. Eine Erfrischung im Krimi-Metier mit dem Zeug zum Kult-Klassiker, daher den Beständen mit Hang zum Besonderen gerne empfohlen.
Antonia Mentel
rezensiert für den Borromäusverein.
Kopflos im Kofferraum
Markus Niebios
KBV (2014)
KBV ; 320
288 S.
kt.