Verflixt & zugepflanzt
Annabelle Winter, "promovierte Kunsthistorikerin, die erst bei einer Frauenzeitschrift arbeitet und dann Privatdetektivin wird" (S. 17), so wird die Protagonisten des Buches vorgestellt. Sie schlittert ausgehend von geklauten, wertvollen Buchsbäumen
in Bärenform in einen Fall, der sie manches Mal fast das Leben kostet. Gewürzt wird die Handlung durch mehrere andere schillernde Charaktere: Da ist Elly, die Leiterin der Privatdetektei, die ihre Querelen mit Buenos Aires (ihr Freund) stets am Team der Detektei auslässt oder Miranda Winter, "die attraktive, genialische und egozentrische Malerin" (S. 17), die ihrer Tochter das Leben schwer macht oder auch Herr Beckmann, der als Penner den ein oder anderen Auftrag für Annabelle übernimmt. Trotz der erfrischenden Charaktere ist der Plot grad zu Beginn ein wenig wirr und nimmt erst zum Ende hin Fahrt auf, was vor allem durch die interessante Beziehung zwischen Annabelle und Alex (Mitarbeiter der Detektei) gelingt, trotzdem erscheint er an manchen Stellen deutlich konstruiert. Alles in allem ein netter, spannender Krimi, der für alle Bestände empfohlen werden kann.
Antonia Mentel
rezensiert für den Borromäusverein.
Verflixt & zugepflanzt
Victoria Witzmann
Emons (2014)
272 S.
kt.