Ihr werdet mich niemals brechen
Die USA in den frühen 70er Jahren: Der farbige US-Amerikaner Albert Woodfox sitzt wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis. Dort kommt er in Kontakt mit anderen Insassen, die Anhänger der bürgerrechtlichen Black-Panther-Bewegung sind. Als
ein Wärter in seinem Gefängnis ermordet wird, wird Woodfox diese Tat in die Schuhe geschoben und er kommt Jahrzehnte lang in Einzelhaft. Trotz der dort herrschenden menschenunwürdigen Verhältnisse gibt Woodfox nicht auf, denn er merkt, dass Zorn und Verbitterung ihn nur endgültig zerstören würden. Mithilfe anderer Gefangener gelingt es Woodfox nicht nur, sein inneres Gleichgewicht wiederzufinden und sich weiterzubilden, sondern auch sinnvollen Widerstand zu leisten. Aber erst, als er einen fähigen Anwalt findet, wird sein Fall neu aufgerollt und Woodfox rehabilitiert. - Die Autobiografie ist nicht nur die Geschichte eines Menschen, der jahrzehntelang unter extremen Verhältnissen lebt und dabei über sich hinauswächst. Sie ist gleichzeitig eine Anklage an die bestehenden inhumanen Verhältnisse in US-amerikanischen Gefängnissen und die menschenunwürdige Einzelhaft. Lesenswert.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ihr werdet mich niemals brechen
Albert Woodfox ; unter Mitarbeit von Leslie George ; aus dem Englischen von Ilka Schlüchtermann
Osburg Verlag (2020)
456 Seiten
fest geb.