Das Kapital des Staates
Gerade in den letzten Jahrzehnten wurde in den westlichen Staaten im Zuge des Neoliberalismus die Rolle des Staates in der Wirtschaft zurückgedrängt und ihm vor allem zugestanden, im Falle eines Versagens der Märkte ausgleichend zu handeln. Dagegen
setzt die Autorin dieses Buches, eine renommierte US-amerikanische Professorin, ihren Nachweis, dass es oftmals in der Vergangenheit der Staat war, der durch seinen Kapitaleinsatz technologische Innovationen gezielt bis zur Marktreife gefördert hat, die dann zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und zu Wohlstand geführt haben. Dies belegt sie u.a. mit den Anfängen des Internets. Auch der Apple-Konzern hat stark von diesem staatlichen Unternehmertum profitiert, das jetzt unbedingt für die Einführung umweltfreundlicher Technologien erforderlich ist. Die durchaus auch für den Laien verständlichen Ausführungen werden von einem umfassenden Literatur- und Quellenverzeichnis gestützt. - Möglich in großen Vertrags-KÖBs, deren Auftrag zur allgemeinen Literaturversorgung auch ein breites Angebot an Wirtschaftsliteratur mit einschließt.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Kapital des Staates
Mariana Mazzucato
Kunstmann (2014)
302 S.
fest geb.