Pablo - 4. Picasso
1907/08 ist der exzentrische Pablo Picasso zu einer Größe der Pariser Kunstszene geworden. Privat schreitet die Entfremdung zu seiner ersten Geliebten Fernande Olivier voran, da hilft auch nicht die zeitweilige Adoption eines Mädchens und die Abkehr
aus Paris zugunsten eines Landaufenthaltes im Sommer 1908. Künstlerisch versucht sich Picasso von dem gefeierten Henri Matisse abzusetzen; fast zeitgleich entwickelt er mit seinem Freund Georges Braque einen neuen Stil, der von Kritikern alsbald als Kubismus bezeichnet wird. Ein großes Bankett für den erfolglosen Maler Henri Rousseau in Picassos Atelier im November 1908 führt die Szene am Montmatre um das aufstrebenden Genie noch einmal zusammen, ehe sich die Wege von Picasso, Fernande und seines Dichterfreundes Max Jacob trennen. - Abschlussband der graphischen Erzählung zu den frühen Pariser Jahren des großen Künstlers aus der Sicht seiner ersten Geliebten. Zeichnerisch und erzählerisch auf gleichem Niveau wie die Vorgängerbände (zuletzt: BP/mp 15/806); größere Büchereien auch ohne GN-Bestände sollten bei diesem Vierteiler zugreifen, der kunstinteressierten LeserInnen einen Abschnitt aus dem Leben des schwierigen Ausnahmetalents auf andere Weise nahe bringen kann.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Pablo - 4. Picasso
Julie Birmant & Clément Oubrerie
Reprodukt (2015)
Pablo ; 4
90 S. : überw. Ill. (farb.)
kt.