La casa

Nach dem Tod ihres Vaters beschließen die drei Kinder, sein Haus zu verkaufen. Doch zunächst wollen sie es in einen präsentablen Zustand bringen und beginnen mit Aufräumen und Reparaturen. Dabei tauchen immer neue Erinnerungen daran auf, wie sie La casa als Kinder von ihrem Vater beim Bau des Hauses einbezogen wurden. Da die Familie nicht viel Geld hatte, musste vieles in Eigenarbeit erledigt werden. Und je mehr Erinnerungen auftauchen, desto enger wird die Bindung an das Haus und zwischen den Geschwistern. Sie entdecken ihre Identität in den Wänden des Hauses und im Garten, längst verschüttet durch berufliche und familiäre Verpflichtungen. Das Haus vereinnahmt sie wieder und immer stärker wird die Erkenntnis, dass sie es nicht verkaufen dürfen. Wie zur Bestätigung ist auch der Vater noch immer präsent in der Sorge um seine Bäume. Diese Liebeserklärung an den Vater hat der Zeichner und Autor in eindrucksvolle Bilder gesetzt, voller metaphorischer Bezüge zum Leben und zum Tod. Schon mit "Kopf in den Wolken" (BP/mp 14/256) hat er sich einfühlsam mit Demenz beschäftigt und eine sehr persönliche Liebeserklärung an seinen Vater geschaffen, zu dem er trotz Alter und Krankheit eine liebevoll-positive Beziehung hat. Empfehlenswert, aber das Preis-Leistungsverhältnis sollte beachtet werden.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Borromäusverein.

La casa

La casa

Paco Roca
Reprodukt (2016)

125 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 587002
ISBN 978-3-95640-104-6
9783956401046
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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