Das Geheimnis der Tiefe
Fledermäuse, Stalaktiten, Riesenpilze und Kristalle – was Lasse auf seinem Weg durch die Unterwelt entdeckt, ist überaus staunenswert! Er wandert durch ein Dolomiten-ähnliches Gebirge, segelt auf Gewässern und durchquert eine Wüste. Der langbeinige
Hase erlebt ein einsames Abenteuer, das die Betrachter mit einer beigefügten 3-D-Brille mitverfolgen können. Die Effekte sind sensationell: der Kontrast des dürren Strichmännchens zu den Engen, Weiten und Tiefen der durchquerten Räume ist beachtlich. Und auch zum Schmunzeln gibt es Einiges: was als harmlos wirkende Bootstour beginnt und seinen Gang durch die Erdgeschichte nimmt, endet in der Werkstatt des Buchgestalters. Hier wird das Geheimnis gelüftet, wie die Fotografien der "Landschaften" zustande gekommen sind! Danach wird man die Geschichte anders sehen und auf Spurensuche gehen – der Lektüre-Spaß wird dadurch keinesfalls geschmälert, im Gegenteil! Auch ohne Text werden die jungen Betrachter:innen viel zu beschreiben haben und den Erzählfaden fortführen. Angesichts perfekter KI-Animationen mutet diese Story geradezu nostalgisch an: mit einer Papp-Brille einen Hasen zu verfolgen, entwickelt sich hier zu einem filmischen Vergnügen der besonderen Art, dem man sich gerne wieder und wieder hingeben wird!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Geheimnis der Tiefe
Matthias Picard
Reprodukt (2025)
Lasse Langbein
[unpaginiert] : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4