Streifzüge durch New York - 1
Die japanische Künstlerin Akino wollte lediglich ein Jahr in New York leben. Doch sie entscheidet sich, zu bleiben. Diese terra incognita erforscht sie in siebzig zweiseitigen Kapiteln, denn die kulturellen Unterschiede überraschen und faszinieren
Akino immer wieder. Sie möchte zum Frühstück Reis und Misosuppe, doch diese Spezialitäten sind teuer. So entscheidet sich die junge Frau für Pancakes und Ahornsirup, was aber ebenfalls teuer ist. Sie sinniert über die Vorzüge der Freiberuflichkeit mit absolut freier Zeiteinteilung. Der Rhythmus des Alltags zwingt sie in den Takt des Großstadtlebens. New Yorks Gefahren ähneln denen in allen Großstädten, geöffnete Kellertüren auf Gehwegen oder das niedrige Treppengeländer im Guggenheim Museum sind speziell. Leiser Humor, feiner Strich und gekonnt einfaches Artwork bilden eine sensible Einheit und sind eine poetische Liebeserklärung an die Stadt, die immer wieder fasziniert.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Streifzüge durch New York - 1
Akino Kondoh ; aus dem Japanischen von Verena Maser
Reprodukt (2026)
Streifzüge durch New York ; 1
159 Seiten
kt.