Damit du dich im Viertel nicht verirrst
Gilles Ottolini hat ein Adressbüchlein gefunden. Es gehört dem Schriftsteller Jean Daragane, der zurückgezogen in Paris lebt. Im Adressbuch findet sich ein Name, der auch in den Akten eines alten Kriminalfalls auftaucht, über den Ottolini ein Buch
schreiben will. Er und seine Freundin Chantal versuchen Jean zu bedrängen, um Informationen zu bekommen. Beim Lesen der Akte taucht Jean langsam und bruchstückhaft in seine Kindheit ein. Besonders der Name Annie Astrand löst eine Erinnerung an die Zeit vor fast fünfzig Jahren aus. Annie hat sich um Jean, dessen Eltern wenig Interesse an ihm hatten, gekümmert. Mit Annie wollte er Paris verlassen und in Rom ein neues Leben beginnen. Die Reise endet an der Grenze mit der Verhaftung Annies. Der sprunghafte Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erfordert Aufmerksamkeit. Ein Roman einer schwierigen Kindheit, die bis in die Gegenwart nachwirkt, von Ulrich Matthes sehr gut erzählt. Empfehlenswert.
Pia Jäger
rezensiert für den Borromäusverein.
Damit du dich im Viertel nicht verirrst
Patrick Modiano. Gelesen von Ulrich Matthes
Hörbuch Hamburg [u.a.] (2015)
3 CD (ca. 220 Min.)
CD