Buddy und Carl
Schon die erste Begegnung von Buddy und Carl ist denkwürdig: kaum hat der Igel seine Schachtel verlassen, stiftet er Buddy zu einem wilden Piratenspiel an. Buddy weiß, dass er im Wohnzimmer nicht herumtollen darf, aber die Verlockung, seinen langweiligen
Tag mit Carl aufzuheitern, ist zu stark. Schade nur, dass er allein für die Verwüstungen im Zimmer verantwortlich gemacht wird. - Buddy und Carl sind ein ungleiches Paar: hier der folgsame "alteingesessene" Hund, da der kleine freche Neuling, der sich über die häuslichen Regeln noch hinwegsetzen darf, weil er sie nicht kennt. Und blitzschnell entwickelt sich im Spiel ihre Freundschaft, denn intuitiv wissen beide, was sie aneinander haben. Ihre Dialoge sind voll verschrobener Witze und Albernheiten, was die Vorleser stimmlich noch untermalen können. Von den Illustrationen wird das unterstützt, da die schrulligen Ideen des Igels im Bild 1:1 umgesetzt werden. Farblich herrscht angenehme Zurückhaltung, nichts soll ablenken vom Sinn und Unsinn dieser seltsamen Freundschaft. Dass sie auch von großer Loyalität zeugt, werden die jungen Betrachter ganz nebenbei erfahren. - Sehr zu empfehlen!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Buddy und Carl
Maureen Fergus. Mit Ill. von Carey Sookocheff
Knesebeck (2017)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4