Der Goldkäfer

William Legrand lebt mit seinem freigelassenen Sklaven Jupiter auf der einsamen Insel Sullivan's Island im Atlantik. Eines Tages berichtet er seinem Freund, dem Erzähler der Geschichte, vom Fund eines goldschimmernden Käfers. Doch auf dem Fetzen Der Goldkäfer Pergament, der eine Zeichnung des Fundes zeigen soll, ist nur ein Totenschädel zu sehen. Wochen später wird der Erzähler von Jupiter erneut zu Legrand gerufen, der nach dem Fund den Verstand verloren zu haben scheint. Doch Legrand ist vom Goldfieber gepackt: Er glaubt, dass seine Funde auf einen Schatz verweisen. Tatsächlich enthält das Pergament einen mit einer Geheimtinte niedergeschriebenen Zahlencode, dessen Entschlüsselung die drei schließlich den vergrabenen Goldschatz eines Piratenkapitäns finden lässt. – Bei dieser Bilderzählung handelt es sich um eine Comicadaption einer Kurzgeschichte des Briten Edgar Allen Poe, die Mitte des 19. Jh. erstmals erschien. Inhaltlich sich auf Hauptlinien der Erzählung beschränkend und dabei zeichnerisch ausdrucksstark und eigenwillig umgesetzt, bekommt das Abenteuer durch die grafische Gestaltung fast den Charakter einer Fantasyerzählung. Auch die im Mittelpunkt der Schatzsuche stehende Entschlüsselung des geheimen Zahlencodes wird in der Bilderzählung gut nachvollzogen. Geeignet für ausgebaute Comicbestände.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Goldkäfer

Der Goldkäfer

Corbeyran und Paul Marcel ; nach Edgar Allan Poe ; aus dem Französischen von Svenia Tengs
Knesebeck (2024)

44 Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 618044
ISBN 978-3-95728-788-5
9783957287885
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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