Aufbruch ins Weltall
Diese Graphic Novel bearbeitet die Eroberung des Weltalls durch den Menschen. Angefangen bei der Sternenbeobachtung in der Antike über die Mondlandung bis hin zu modernsten Weltraummissionen. Durch die Geschichte führt dabei eine futuristische KI,
die als vermeintlich neutraler Beobachter auf die Menschheit blickt. Dies gelingt allerdings nur bedingt. Wird zu Beginn noch ein Überblick über das Verhältnis verschiedenster Kulturen zu den Sternen gegeben, verlagert sich der Fokus im Verlauf des Buches zunehmend in Richtung einer sehr westlichen Perspektive, was nicht zuletzt bei der Darstellung des Wettlaufs um die Mondlandung während des Kalten Krieges deutlich wird. Dennoch erzählt das Buch eine spannende Geschichte und schafft es, trotz des wenigen Textes, sehr viele Fakten zu vermitteln. Die teils recht technischen Begriffe bei der Beschreibung von Raketen werden stets in Fußnoten erklärt, somit wird keinerlei Vorwissen benötigt. Die Illustrationen bestehen aus einer Mischung von Satellitenbildern und Zeichnungen. Insgesamt entsteht somit ein stimmiges Gesamtwerk, das sich für eine breite Lesendengruppe empfehlen lässt.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Aufbruch ins Weltall
Szenario: Arnaud Delalande ; Illustration: Éric Lambert ; aus dem Französischen von Anja Kootz
Knesebeck (2025)
186 Seiten : farbig
fest geb.