Küstenpfade
Downing bricht nach einem schwierigen Lebensabschnitt aus dem Alltag aus und umläuft die gesamte Küste Großbritanniens, rund 8.000 Kilometer. Sie hat weder nennenswerte Erfahrung noch einen ausgeklügelten Plan und berichtet ehrlich von Tiefpunkten,
Momenten der Verzweiflung, aber auch von Dankbarkeit und Erfüllung. Immer wieder erfährt sie die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft Fremder. – Das Buch ist in einem lockeren Erzählton geschrieben. Streckenweise ist es jedoch etwas langatmig, da sich vieles wiederholt. Landschaftsbeschreibungen sind selten und es gibt kaum konkrete Angaben zur Route oder gar Reise- oder Lauftipps. Die vielen Menschen, die Downing unterstützen, bleiben weitgehend charakterlos. – Das Buch inspiriert am meisten dadurch, dass es zeigt, was mit Durchhalten oder Dranbleiben möglich ist und wie eine Reise den Menschen auch innerlich verändern kann.
Nicole Schuster
rezensiert für den Borromäusverein.
Küstenpfade
Elise Downing ; aus dem Englischen von Ralf Pannowitsch
Knesebeck (2025)
347 Seiten : Karte
kt.