Kinder der Hoffnung

Im März 1943 schließen sich der gerade 18-jährige Raymond und sein Bruder Claude in Toulouse einer Widerstandsgruppe an, der vor allem Immigranten und Juden angehören. Über mehrere Monate hinweg verüben sie - ihr eigenes Leben aufs Spiel setzend Kinder der Hoffnung - Attentate auf deutsche Besatzer und Sabotageakte gegen deren Infrastruktur. In der Gruppe erleben sie ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Schließlich zerschlägt die Geheimpolizei des Vichy-Regimes die Organisation, die von der französischen Resistance als Konkurrenz gesehen wird. Eine mehrmonatige Leidenszeit im Gefängnis beginnt. Raymond und einige wenige Freunde überleben die Torturen, weil ihnen die Flucht aus einem Deportationszug in das KZ Dachau gelingt. - Marc Levys 2008 erschienener Roman zur Kriegsvergangenheit seines Vaters liegt jetzt als Bilderzählung vor. Die Graphic Novel lehnt sich bei allen aufgrund der Umsetzung in das Bildmedium notwendigen Kürzungen eng an die Romanvorlage an. Auch zeichnerisch durchaus gelungen, besonders die Bilder zur Gefangenschaft und zu den Leiden im Deportationszug entfalten ihre nachhaltige Wirkung. Eine auch als GN lesenswerte Erzählung zur komplexen Geschichte des französischen Widerstands im Zweiten Weltkrieg.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Kinder der Hoffnung

Kinder der Hoffnung

Marc Levy ; Alain Grand
Panini Comics (2015)

[o. P.] : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 582854
ISBN 978-3-95798-302-2
9783957983022
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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