Sintflut
Irgendwann in der Zukunft ist die Erde nach jahrzehntelangen Regenfällen zu einem Wasserplaneten geworden. Verschiedene menschliche Gruppen und Gesellschaften, teils unter Wasser lebend, haben sich technologisch weiterentwickelt und kämpfen ums Überleben.
An die alte Erde erinnern nur noch einige Reminiszenzen wie etwa der verrostete Eiffelturm auf dem Meeresgrund. In dieser Welt wird der Einzelgänger Jason Zeuge eines Raumschiffabsturzes. Auf der Suche nach Raubgut stößt er im Wrack auf eine mysteriöse junge Frau, Normaée, als einzige Überlebende. Als Klon wurde sie erschaffen, um auf der Erde einen geheimen Auftrag zu erfüllen. Zusammen mit Jason begibt sie sich in ein gefahrvolles Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Ursprünglich in zwei Folgen erschienen, liegt ein abgeschlossener Doppelband vor. Unterstützt durch eindrucksvolle Zeichnungen taucht der Leser in eine rasant erzählte, packende, zum Schluss überraschende Story mit einem komplexen Figurenkosmos ein. Nur die Dialoge sind manchmal etwas unverständlich. Insgesamt eine gelungene Sci-Fi-Erzählung, die vielerorts angeboten werden kann.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Sintflut
Text: Nicolas Pona. Zeichn.: Jesús Hervás Millán
Splitter (2014)
Splitter Double
93 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.