Der Unsichtbare - 1/2
Ein merkwürdiger Fremder, der sein Gesicht unter Bandagen verhüllt, kommt an einem Winterabend in die englische Kleinstadt Iping und mietet sich in eine Herberge ein. Er weicht Kontaktversuchen aus und führt, nachdem er sein Gepäck hat holen lassen,
Experimente im Salon der Herberge durch. Eines Nachts eskaliert die Situation, als der Fremde sich seiner Kleidung entledigt und als Unsichtbarer die Bewohner des Ortes in Angst und Schrecken versetzt. Nachdem der Unsichtbare zunächst überstürzt flieht, bedient er sich eines Vagabunden, um seine zurückgelassenen Bücher zu holen und gerät so in weitere Konflikte mit den Bewohnern Ipings. - Die zweiteilige Bilderzählung greift H.G. Wells fantastischen Roman aus dem Jahre 1897 auf, ohne die Vorgeschichte des Wissenschaftlers zu erzählen, der eine chemische Formel gefunden hat, um Gegenstände verschwinden zu lassen und im Selbstversuch unsichtbar geworden ist. So entsteht rasch ein Spannungsbogen, der natürlich im letzten Panel mit einem Cliffhanger für den Folgeband endet. Zeichnerisch ist das Milieu des viktorianischen Englands, in dem die Romanvorlage angesiedelt ist, gut eingefangen. Die Farbgebung unterstützt die oftmals bedrohliche Stimmung und dem Illustrator ist es gelungen, das Handeln eines Unsichtbaren ins Bild zu setzen. Breit empfohlen.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Unsichtbare - 1/2
Herbert George Wells. Szenario: Dobbs. Zeichn.: Chris Regnault
Splitter (2018)
Der Unsichtbare ; 1
55 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.