Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
Die Sechstklässler Bent und Juri verbindet eine tiefe, vertrauensvolle Freundschaft, die besonders Bent Mut und Stärke verleiht. Sie stacheln sich gegenseitig in ihrer Abenteuerlust an und haben keine Geheimnisse voreinander, bis Finn in die Klasse
kommt. Bent beäugt diesen argwöhnisch und fühlt sich bald als drittes Rad am Wagen, da Juri und Finn sich anfreunden. Seine Eifersucht und sein verletzter Stolz – Juri hat ihn vor Finn bloßgestellt – verleiten ihn dazu, seinen besten Freund zu einer Mutprobe mit bösen Folgen herauszufordern. – Spannend und glaubhaft erzählt Bent im Wechsel in der Gegenwart und in Rückblenden. Die Leser:innen ahnen von Beginn an, dass etwas Furchtbares geschehen ist, erfahren die Auflösung aber erst im vorletzten Kapitel. Bis dahin werden Bents Ängste, seine Eifersucht auf Finn und seine wechselnden Gefühle für Juri sehr gut zum Höhepunkt der Geschichte hin entwickelt. Das Versteckspiel vor Finn bietet einen guten Raum, um Bents Unsicherheit, Einsamkeit und sein schlechtes Gewissen deutlich zu machen. – Eine berührende und fesselnde Geschichte über Freundschaft für jeden Bestand.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
Herman van de Wijdeven ; aus dem Niederländischen von Birgit Erdmann
MIXTVISION (2025)
165 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11