Die Schöne und das Biest
Drei schöne Töchter hat der reiche Kaufmann, aber die jüngste hat zudem ein gutes Herz. Als der Kaufmann in finanzielle Not gerät, macht er durch Zufall die Bekanntschaft eines überaus hässlichen Wesens. Für seine Hilfe fordert das Biest die
jüngste Tochter. Als sie sich in seine Gewalt begibt, erkennt sie die vielen positiven, ja liebenswerten Seiten des "Biests" und langsam kommen sie sich näher. "Die Schöne und das Biest" ist ein Volksmärchen, das im 18. Jahrhundert in die uns heute bekannte Fassung gebracht wurde. Das hier vorliegende, reich ausgestattete Kinderbuch setzt die Geschichte einer "unmöglichen" großen Liebe in zauberhaften, schwelgerischen Bildern um. Der Stil changiert zwischen Manierismus und Jugendstil und bedient sich auch literarischer Motive der anglo-amerikanischen Schauer-Romantik eines Poe oder Wilde. Die wunderschönen, überlangen Figuren verkörpern Geheimnisvolles, ja Magisches - und wirklich spricht das Märchen ja von der rätselhaftesten Magie, der Liebe. Auch junge Leser werden sich fesseln lassen von der betörend schönen Düsternis, die immer wieder aufgefangen wird in der Eleganz der Gestaltung (für die auch der edle Leinen-Umschlag spricht). Schöner als in diesem überreichen Bilderschatz lässt sich ein solcher Märchen-Klassiker kaum erzählen.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Schöne und das Biest
nach Jeanne-Marie Leprince de Beaumont mit Bildern von Gabriel Pacheco
Bohem Press (2015)
[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7