Die Nacht des Elefanten
Knacken, Rascheln, Zischen - die Nacht ist laut im Urwald und niemand fürchtet sich so vor den Geräuschen wie der Elefant. Es gibt nur eine Lösung: wach bleiben und versuchen, die Quelle des Lärms zu ergründen! Während sich die anderen Tiere
unbesorgt schlafen legen, geht der Elefant jedem Geräusch nach und ist am Morgen zwar müde, aber froh, dass keine Gefahr drohte. Laute, die wir am Tag mühelos zuordnen, können uns nachts ängstigen - diese Erfahrung macht nicht nur der kleine Held dieses Bilderbuchs, sondern auch manche seiner Leser, die sich mit einer Gutenachtgeschichte beruhigen wollen. Hier kann der Tag sogar einen erheiternden Ausklang nehmen, denn die Geschichte ist lustig erzählt, das Rätsel leicht lösbar und die Bilder erfreuen mit ihren herzerfrischenden Farben. Besonders die schwarz gehaltenen Seiten lassen die leuchtenden Collagen aus Transparentpapier erstrahlen. Auch wer dem nächtlichen Schlaf unbesorgt entgegensieht, kann sich beim Betrachten des urwaldlichen Treibens in fremde Welten hineinträumen.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Nacht des Elefanten
eine Geschichte von Martin Baltscheit mit Bildern von Katharina Sieg
Bohem (2016)
[18] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3