Der Club der Mutigen
An einem langweiligen Tag auf dem Spielplatz kommt Hannes die rettende Idee: er überredet seine Schwester, im ominösen "Club der Mutigen" mitzumachen. Auf den höchsten Baum zu klettern und auf gefährlichen Pfaden entlangzuschleichen, dafür kann
sich Janna noch begeistern. Doch als die Kinder schlichtweg einen Elefanten aus dem Zoo befreien und ihn mit nach Hause nehmen, hört der Spaß auf, das müssen auch die mutigsten Club-Mitglieder einsehen. - Das Debüt der jungen Kinderbuch-Illustratorin ist zeichnerisch glänzend gelungen: die Szenen der Stadtlandschaft, des Zoos oder der elterlichen Wohnung sind fein komponiert, mit großzügigen Freiflächen, in denen die minutiösen Details schön zur Geltung kommen. Getragen werden die schrägen Perspektiven von beruhigenden rot-braun Tönen. So durchdacht die Bilder auch sind, so gestelzt wirkt mitunter der Text, zumal hier Wörter und Redewendungen vorkommen, die Vorschulkindern nicht geläufig sein werden. Dennoch: die Idee, eine Mutprobe aus dem Ruder laufen zu lassen und die Lösung des Problems als Gipfel des Mutes darzustellen, wird ankommen, besonders, weil die Geschichte reich an visuellen Höhepunkten ist.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Club der Mutigen
Catherine Kuhlmann
Bohem (2017)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4