Stille Post
Der Bär und die Maus sind eigentlich die besten Freunde, doch durch eine Lappalie geraten sie eines Tages in heftigsten Streit. Wütend trennen sie sich. Die Maus will ihrem Zorn durch eine Botschaft Nachdruck verleihen. Nacheinander werden befreundete
Tiere als Boten der bösen Nachricht eingesetzt. Was am Ende dieser "Stillen Post" herauskommt, sorgt für eine große Überraschung. – Schlecht gehört und unrichtig wiedergegeben: das Gesellschaftsspiel "Stille Post" bietet stets einen unterhaltsamen Spaß. Auch in diesem Bilderbuch werden die vernuschelten und verhaspelten Sätze von Maulwurf, Biber und Muschel für Gelächter sorgen. Hier kommt es am Ende sogar zu einer erfreulichen 180-Grad-Wende im Konflikt, was das Band zwischen Maus und Bär noch festigt. Diese originelle Geschichte wird auch in der Illustrierung frisch und einfallsreich erzählt. Minutiöse Collagen geben die (vermenschlichten) Lebensräume der Tiere wieder und erfreuen mit liebevollen Details. An diesen Szenen werden schon die Kleinsten ihren Spaß haben. So wird hier den Interessen eines breiten Altersspektrums entsprochen. Der sprachspielerische Nonsens wird (bei aller Herausforderung!) auch die älteren Vorleser:innen zum Lachen bringen!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Stille Post
Andrea Tuschka ; Illustration: Rebekka Stelbrink
Bohem (2025)
[36] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4