Die besten Eltern der Welt
Ein Junge erzählt, wie er und seine Freundin Lou innerhalb seiner Familie für heute die Rollen tauschen. So sind Mama und Papa und der kleine Bruder Jonas jetzt die Kinder. Er und Lou haben sich vorgenommen die besten Eltern der Welt zu sein. So
gibt es Fernsehen ohne Limit, Schokopudding zum Essen, Süßigkeiten ohne Ende, usw. Doch irgendwann wird es den Eltern einfach zu viel – zu viel Nichtstun, zu viel Ungesundes, zu wenig Schlaf. Sie werden quengelig. Und das, obwohl sie doch die besten Eltern der Welt haben. Das empfinden die beiden als ganz schön undankbar. Die Autorin findet eine tolle Möglichkeit aufzuzeigen, wie es laufen könnte, wenn man mal die Perspektive ändert. Witzig ist, dass all die Aussagen der Eltern, genauso von den Kindern kommen könnten und umgekehrt. Schnell wird hier klar, dass es wichtig ist, die Bedürfnisse des Einzelnen zu kennen und zu respektieren. Was für den einen ein Traum ist – den ganzen Tag im Schlafanzug fernsehen mit Süßigkeiten ohne Limit – ist für den anderen ein Graus. So findet die Autorin einen guten Zugang zu dem Thema, das auch nach dem Vorlesen viel Gesprächsstoff zwischen Eltern und Kind bietet. Die wunderschönen Illustrationen runden das Kinderbuch hervorragend ab.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die besten Eltern der Welt
Text: Andrea Tuschka ; Illustration:Tanja Stephani
Bohem (2026)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3