Eine wundersame Wanderung
Das Bilderbuch von Laura Wittner und Sebastián Ilabaca zeigt Kindern, dass es, wenn es um die Schönheit der Welt geht, kein richtig und kein falsch gibt. Ausgangspunkt ist eine Diskussion, wie sie viele Familien kennen: einige Personen wollen im
Urlaub wandern, anderen ist dies zu anstrengend. Im Mittelpunkt steht ein Kind, dem lange Wanderungen zuwider sind – wofür es den Vorwurf der Faulheit anhören muss. Dann aber bekommen nicht nur die Wanderer das, was sie erreichen wollten (eine Fuchsstatue oben am Berggipfel), sondern auch das am Fluss zurückgebelieben Kindt trifft auf einen Fuchs. Eine lebendigen, keine Statue, sondern einen Fuchs „in Hundegröße und mit einem nachdenklichen Ausdruck“. Am Ende sind alle Familienmitglieder glücklich. – Das Bilderbuch ist geeignet für Kinder von ca. 4 bis etwa 8 Jahren, aber auch eine 10-jährige Testleserin lächelte noch am Ende der Geschichte. Das Buch gewinnt aber besonders durch die liebevollen Illustrationen, die eine kindliche Perspektive einnehmen und den Blick auch mal auf den Kopf stellen. Die ungewohnte argentinische Landschaft der Illustrationen mag zunächst befremdlich wirken, verstärkt aber letztendlich den Zauber der Geschichte.
Janina Dillig
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Eine wundersame Wanderung
Laura Wittner ; Illustration: Sebastián Ilabaca ; aus dem Spanischen von Nicolas Baier
Bohem (2026)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3