Die Josephsbrüder
Gossec ist mit sich und seinem Leben in einer netten Münchner Nachbarschaft recht zufrieden. Die Arbeit im Laden ist allerdings in der Nebensaison nicht unbedingt tagesfüllend. Darum hilft er einem Freund aus, der in einem Kloster eine Alarmanlage
installieren soll. Wenig später wird dort eingebrochen, Kunstgegenstände von hohem Wert gehen verloren. Die Versicherungsgesellschaft stellt dem Lieferanten der Alarmanlage unangenehme Fragen, und so macht Gossec sich auf die Suche nach den Hintergründen der Tat. – Nach längerer Zeit legt der Autor wieder einen Roman vor (zuletzt 2018 "Schneekönig"). Wie schon beim Vorgänger fällt auch hier das Urteil eher durchwachsen aus: Die Schilderung der Gegend und der dort ansässigen Menschen mag noch einigermaßen überzeugend sein – zumindest für Hardcorefans der Stadt München. Als Krimi enttäuscht das Werk aber auf ganzer Linie: Kaum Spannung und ein vorhersehbarer Plot bieten kaum Anlass zur Freude. Für Büchereien in und um München vielleicht gerade noch vertretbar, sonst entbehrlich.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Josephsbrüder
Max Bronski
Edition Nautilus (2025)
130 Seiten
kt.