Flaschenpost vom Träumeling
"Ich bin Miko Träumeling, Podcast-Pirat aus dem Weltall, und das ist meine Flaschenpost", so endet fast jeder Tagebucheintrag von Miko Träumeling. Es hat ihn mit seinem Begleiter, einem Goldfisch, auf die Erde nach Bielefeld verschlagen. Miko ist
mit seinem Sternenschiff aus Versehen auf dem missglückten Planeten Erde gelandet, sein Sternenschiff wurde sofort in ein Ein-Zimmer-Apartment umgewandelt, sodass er sogar beim Spülen der Toilette den Ruf des BROMMs ("Urgeräusch" seines Heimatplaneten) hören kann. Er versucht mit Neugier und Interesse, das Leben der Menschen zu erforschen, lernt ihm völlig unbekannte Begriffe und Redewendungen kennen, die zu herrlichen Wortspielen, aber auch Missverständnissen führen, und diskutiert einfache wie auch philosophische Fragen wie Tod und Liebe. - Diese faszinierende Story von Jacob Graf wird noch unterstützt durch die wunderschönen farbigen Bilder von Sophie Lucie Herken. Das Buch ist empfehlenswert für junge und ältere Leser, Science-fiction-Liebhaber mit Sinn für skurrile Wortspiele, und kann sowohl am Stück als auch als Tagebuch gelesen werden - wer allerdings einmal angefangen hat, gibt das Buch nicht aus der Hand. Miko selbst findet mehr und mehr Antworten auf seine Fragen und auf für ihn am Anfang unverständliche Reaktionen der Umwelt, es gelingt ihm, die Erde vor drohender Gefahr zu bewahren. Sein letzter Tagebucheintrag am 24. Tag lautet: "Ich bin Miko Träumeling, Podcast-Pirat aus dem Weltall, und das ist meine Flaschenpost - PS.: Und ich bin Lavinia, die weltraumreisende Lehrerin". Und wer nicht errät, welche Rolle Lavinia im Buch spielt, der muss es auf jeden Fall lesen. Aber sonst eigentlich auch!
Siegfried Heinemann
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Flaschenpost vom Träumeling
Jakob Graf ; mit Bildern von Sophie Lucie Herken
360 Grad Verlag (2023)
140 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8