Tausend Fenster

Prag in den 1970er-Jahren. Pavel, Literatur-Journalist, und Jana, Übersetzerin, bekommen zunehmend Schwierigkeiten, da sie die Ausübung ihrer Berufe nicht so verstehen, wie es die Staatsführung verlangt. Sie werden in immer schlechter bezahlte Jobs Tausend Fenster gezwungen. Auch Janas jüngere Schwester entwickelt sich zum Problem. Einziger Ausweg: die Flucht. Für Pavel ist sie unbequem, aber erfolgreich. Jana soll später am gleichen Tag ankommen. Pavel wartet auf sie, doch der Schleuser hat eine andere Frau über die Grenze gebracht. Woher kannte sie das erforderliche Passwort? Und Jana? Pavel macht sich auf die Suche nach seinem Schleuser. Von ihm will er mehr erfahren, während im Hintergrund sein Asylverfahren läuft. Doch wer ist dieser Schleuser eigentlich, abgesehen von einer recht schillernden Persönlichkeit? Im zweiten Teil des Buches wechselt die Perspektive von Pavel zu Jana. Langsam wird deutlich, was passiert ist. Aus der Schilderung des damals Alltäglichen wird deutlich, was es bedeutet, in einer Welt zu leben, in der alles und alle staatlicher Kontrolle unterliegen. – Ein Roman mit leisen Tönen und viel Platz zum Nachdenken zwischen den Zeilen.

Elke Wachner

Elke Wachner

rezensiert für den Borromäusverein.

Tausend Fenster

Tausend Fenster

Nassir Djafari
sujet verlag (2026)

284 Seiten
kt.

MedienNr.: 625689
ISBN 978-3-96202-162-7
9783962021627
ca. 19,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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