Ziemlich bester Hund
Wenn man nonverbale Kommunikation zwischen einem Vierbeiner und seinem Herrchen zu einem Buch werden lässt, kann das entweder ziemlich banal werden – oder aber zu einem sehr ungewöhnlichen und lebendigen Gedankenaustausch. Der katholische Priester
und Autor hat zwischen den Buchdeckeln seine Erlebnisse und Unterhaltungen mit seinem 40-Kilo-Hund Phil aufgeschrieben – und es geht letztlich um alle Themen, die ihn (und dann natürlich auch sein Haustier) bewegen. Da werden mal ganz einfach menschliche und hundetypische Eigenschaften verglichen (beispielsweise Küssen oder Anschlabbern), aber es geht auch um berufsbezogene Gedanken wie Überforderungen im Leben eines Priesters oder ganz weltliche Diskussionen über die aktuelle Weltlage. Die von einer echten Religiosität getragenen, aber nie missionarischen, sondern auch gelegentlich kritischen und thematisch ganz bunt gemischten Geschichten sind kurz und damit hervorragend geeignet, zwischendurch gelesen und bedacht zu werden. Unbedingt zu empfehlen!
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ziemlich bester Hund
Carsten Leinhäuser
bene! (2025)
221 Seiten : Illustrationen
kt.