Harry Dickson - 1. Mysteras
Eine Schriftstellerin verfasst ihre Kriminalromane in einem abgelegenen Turm in der Nähe einer Haftanstalt. Von dort verschwindet ein hingerichteter Verbrecher spurlos, in dem von innen verschlossenen Raum findet sich nur noch die Leiche des Pathologen.
Ebenso lässt sich die Krimiautorin in ihrem von innen verriegelten Domizil nicht mehr auffinden. Nicht genug der mysteriösen Vorfälle, kommt es in Folge rund um den Landsitz eines Lords zu rätselhaften Todesfällen, wobei im Moor regelmäßig eine gespenstische Melodie erklingt. Zur Unterstützung der Polizei müssen Detektiv Harry Dickson und sein junger Assistent Tom Willis eingreifen. Insgesamt handelt es sich bei der Comicserie, verfasst unter anderem von Jean-Patrick Manchettes Sohn unter dem Pseudonym Doug Headline, schon um die dritte Umsetzung einer Romanreihe des Vielschreibers Jean Ray alias Raymundus Jean de Kremer (1887-1964). Die eigentlich in Deutschland erfundene Groschenheft-Antwort auf Sherlock Holmes wird hier unter anderem mit einem Locked-Room-Verbrechen, einem Eindringling mit Insektenmaske, Okkultismus, Flugzeug- gegen U-Boot-Kämpfen, Indien-Trips und einem teuflischen Gegenspieler konfrontiert. Die Auflösung erweist sich als haarstäubend konstruiert. Doch der fesselnde Plot samt Comic-im-Comic-Einlage in grafisch einfacher Ausführung lässt die Leser:innen das Album so schnell nicht aus der Hand legen. Ein Tipp für Freunde klassischer Detektivrätselliteratur.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Harry Dickson - 1. Mysteras
Zeichnung: Onofrio Catacchio ; Szenario: Doug Headline und Luana Vergari nach einem Originalroman von Jean Ray ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2023)
Harry Dickson ; 1
53 Seiten : farbig
fest geb.