Saat der Gewalt
Nachdem er unter Menschenhändlern ein Massaker angerichtet und ein entführtes Mädchen befreit hat, muss der namenlose Killer samt seiner weiblichen Kontaktperson untertauchen. Die Eliminierung von korrupten Politikern wird daraufhin beendet. Doch
in seinem neuen Versteck ist der Auftragsmörder nicht sicher, da ihn neue Gegner aufspüren. Es stellt sich die Frage, wer hinter den Anschlägen steckt. Autor Matz und Zeichner Luc Jacamon lassen im Finale des zweiten Zyklus der scheinbar endlosen Serie (zuletzt: BP/mp 24/769) den gewissenlosen Protagonisten doch noch Gefühle für das gerettete Kind entwickeln, selbst wenn er sich diese nicht eingestehen will. Wieder kontrastieren stimmige Landschaftsimpressionen die kurzen, blutigen Gewaltexzesse. Im Off-Kommentar sinniert der Gejagte über Korruption, Machtmissbrauch und Heldentum, was die sozialkritische Komponente unterstreicht. Die inzwischen von David Fincher für Netflix frei adaptierte Serie funktioniert weiterhin als Mischung aus Politthriller und Charakterstudie.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Saat der Gewalt
Zeichnung: Luc Jacamon ; Szenario: Matz ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2024)
Der Killer - Secret Agenda ; 6
64 Seiten : farbig
fest geb.