Das Lied der Arktis
Durch brechendes Packeis von ihrer Familie getrennt, muss Uqsuralik nicht nur mit ihrer ersten Monatsblutung zurechtkommen, sondern völlig auf sich allein gestellt den Naturgewalten und dem Hunger trotzen. Als sie schließlich bei einem anderen Stamm
Anschluss findet, stößt sie, eine gute Jägerin, neben Wohlwollen auch auf Missgunst und Neid. Sie wird vergewaltigt, erlebt aber auch ihre erste große Liebe, die jedoch nur von kurzer Dauer ist. – Das Werk ist ein eindrucksvolles Zeugnis eines einfachen, harten Lebens mit immer neuen Herausforderungen, aber auch mit einem Blick für die Wunder des Daseins. Die eingeschobenen Lieder beschwören den mystischen Einklang des Menschen mit der Natur, mit Geistern und den Ahnen. Abwechslungsreiche Panels, den jeweiligen Stimmungen angepasste und teils reduzierte Farbgebung, eindrucksvolle Porträts und Landschaftsbilder sowie ein gutes Auge für Wärme und Härte der Menschen sprechen für das Werk des kürzlich verstorbenen deutschstämmigen Zeichners. – Für ausgebaute Bestände empfehlenswert.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Lied der Arktis
Krassinsky ; nach dem Roman von Bérengère Cournut ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2026)
201 Seiten : farbig
fest geb.